Pressemitteilungen vom 14.02.2019:

Windrad Mottbruchhalde

Es war der 1. April 2014 – der Tag der Aprilscherze.
Da kam im Bundeskanzleramt der Energiegipfel zusammen und beschloss, dass Windkraft zukünftig weiter subventioniert wird, und zwar besonders an windarmen Standorten, wo sie sich eigentlich nicht rechnet. Ich habe es erst nicht geglaubt, doch es stimmte.

Diese Art der Subvention mit dieser Begründung unter diesen Voraussetzungen ist in erster Linie Geldverschwendung und damit unter politischen wie wirtschaftlichen Gesichtspunkten abzulehnen. Um dem etwas entgegenzusetzen, sprach sich die FDP Gladbeck in ihrem Kommunalwahl-programm 2014 für Windkraft auf der Mottbruchhalde aus.

Die Mottbruchhalde ist bestimmt kein windarmer Standort.
Hier macht es wirklich Sinn Strom aus Wind zu generieren.

Dabei ging die FDP davon aus, dass Freizeitnutzung, Naherholung und Windkraft sich nicht wirklich gegenseitig stören. In Herten existiert bereits ein solches Beispiel. Die dezentrale Stromerzeugung trägt außerdem zur Versorgungssicherheit bei und verbessert mit zusätzlichen nicht unerheblichen Gewerbesteuereinnahmen die Finanzkraft der Stadt.

Der komplette Ausstieg aus der Kohleverstromung inkl. Braunkohle–Ausstieg, soll zwar erst 2038 vollendet sein, das heißt aber nicht, dass wir heute nichts tun müssen. Im Gegenteil!

Die FDP steht auch für Realismus. Windkraft hat auch negative Seiten z.B. Schall, Schattenwurf, Eis, Beeinträchtigung der Fauna, und nicht zuletzt die Entsorgung der Verbundstoffe mit Epoxydharz , wenn das Windrad einmal am Ende der Nutzungsdauer abgerissen wird.

Trotz unserer grundsätzlich positiven Einstellung zu einer Windkraftanlage auf der Mottbruchhalde ist die Vorgehensweise des Kreises unzumutbar. Das Genehmigungsschreiben des Kreises von ca. 50 Seiten habe ich heute am Tage der Ratssitzung um 9.23 Uhr per Mail bekommen. Es bestand nicht die Möglichkeit in der kurzen Zeit das Schreiben mit seinen vielen Verweisen in allen Details zu erfassen.

Damit wurde Gladbeck quasi aller normalen Einspruchsrechte beraubt.
Wir wollen jedoch ein Windrad nach regulären baurechtlichen Verfahren mit allem was dazugehört.
Hier ist immenser politischer Schaden entstanden bei den Mitwirkungsrechten der Bürgerinnen und Bürger, der Verwaltung und damit gegenüber der Windkraft im Allgemeinen.
Das überfallartige Vorgehen der Kreisverwaltung gegenüber Gladbeck war vorsätzlich bösartig und unprofessionell.
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